Körpereigene Heilkräfte nutzen: Heilfastenwoche im Gesundheitszentrum St. Anna - nicht nur für Übergewichtige
Fasten ist die wirksamste und gleichzeitig natürlichste Methode, überflüssige Pfunde schnell und auf ungefährliche Weise loszuwerden. Doch Fasten kann noch viel mehr sein: Dies können Interessierte in einer Heilfastenwoche vom 7. bis 13. November 2009 am Gesundheitszentrum St. Anna in Hadamar erfahren. Eine Vorbesprechung hierzu findet am Donnerstag, 5. November 2009 um 18.00 Uhr im Gesundheitszentrum statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine telefonische Anmeldung sollte aber zur besseren Planung erfolgen unter 06433-815534. Das Angebot richtet sich keineswegs nur an Übergewichtige: Mitmachen kann grundsätzlich jeder, ganz gleich ob jung oder alt, ob mollig oder schlank. Sowohl Fasten-Erfahrene, als auch -Unerfahrene können hier durch eine Woche Fasten ihren Körper entgiften und regenerieren. Auch die geistige Erneuerung spielt beim Heilfasten eine wichtige Rolle. Die ärztliche Leitung haben die Schmerztherapeuten des Schmerztherapiezentrums Hadamar, Dr. Regina Gosmann und Thomas Berger. Sie organisieren in regelmäßigen Abständen gemeinschaftliche Heilfastenwochen. Denn die Erfahrung zeigt: Fasten in einer Gemeinschaft ist ganz einfach leichter.
Hier kann Fasten helfen:
Insbesondere durch Übergewicht entstehen gravierende Folgekrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt, hoher Blutdruck, Gicht und andere Zivilisationserkrankungen. Auch chronische Schmerzen werden nicht selten durch Übergewicht in Kombination mit weiteren, belastenden Faktoren wie Bewegungsmangel, Passivität und Depressionen ausgelöst. Das totale Fasten kann und soll in diesem Kontext heilende Kräfte im Körper freisetzen. „Beim Fasten überlassen überlassen wir den Körper seiner „Eigensteuerung““, betonen Dr. Gosmann und Thomas Berger. Die Ernährung erfolge dann aus den körpereigenen Depots: „Das Fasten greift in alle vitalen Vorgänge unseres Körpers ein und beeinflusst unseren Geist und die Seele“, konstatieren die beiden Schmerztherapeuten. „Unser Körper erhält durch das Fasten die Gelegenheit, sich zu erneuern und Krankhaftes abzustoßen. Wir geben ihm die Zügel unserer `Generalüberholung` in die Hand und stellen erstaunt fest: Wir können uns auf unseren Körper verlassen!“
Diese Möglichkeit müssten die Menschen nur neu für sich entdecken und bewusst in ihr Leben einbeziehen: „Wir wissen: der zeitweilige Verzicht auf Nahrung von außen ist eine natürliche Lebensform des Menschen seit Urzeiten. Sie gehört in den Rhythmus von Tätigkeit und Ruhe, Essen und Nahrungsverzicht.“ Der Körper berge alle Vorrausetzungen für eine solche „Nahrungspause“ naturgegeben in sich selbst. Die Fastenden bräuchten also lediglich ihren Willen, den Wunsch, Neues zu erproben, und gleichzeitig das notwendige Durchstehvermögen.
Fasten, betonen Gosmann und Berger, bedeutet nicht Hunger und Mangel. Fasten heißt nicht, weniger essen oder auf ganz bestimmte Nahrungs- und Genussmittel zu verzichten. Fasten bedeute lediglich: absoluter Nahrungsstopp von außen! Eine Diät dagegen sei dagegen allenfalls als eingeschränkte Nahrungszufuhr zu werten. „Fasten ist die Ernährung aus uns selbst“, sagen die Therapeuten des Schmerztherapiezentrums. Nach ihrer Überzeugung ist das totale Fasten der freie Entschluss eines denkenden Menschen, der seine körpereigenen Heilkräfte mobilisieren und wirken lassen möchte.
So sieht eine Heilfastenwoche praktisch aus:
Während des totalen Fastens nehmen wir eine Woche, evtl. auch länger nur Wasser oder Kräutertee, Schwarztee oder Gemüsebrühe und Obstsaft zu uns; warme und kalte Getränke, die der Körper bei seiner „Generalinspektion“ als Hilfe benötigt. Wir verzichten freiwillig außer auf die täglich gewohnte Nahrung auch auf Genussmittel wie: alkoholische Getränke, Nikotin und Kaffee. Wir meiden wenn möglich entbehrliche Medikamente, vor allem Abführmittel, Entwässerungstabletten und Appetitzügler. Wir überlassen unseren Körper seinem „Erholungsurlaub“, und er wird dankbar reagieren. Verjüngt, entschlackt und gestrafft wird dieser fein abgestimmte Organismus uns zu einem veränderten Lebensrhythmus veranlassen:
Das Fasten wirft Gewohnheiten über den Haufen. Es ist ein Umstimmungsprozess von Kopf bis Fuß. Deshalb sprechen wir beim totalen Fasten vom Heilfasten.
Mit dem totalen Fasten leisten wir unserem Körper einen großen Dienst. Er macht einen gründlichen Reinigungsprozess durch, den keine andere Methode so schnell, erfolgreich und sicher schaffen könnte.
Alle Organe, die normalerweise mit den unterschiedlichsten Abläufen zwischen Nahrungsaufnahme und deren Verwertung im Körper einschließlich Ausscheidung durch den Darm beschäftigt sind, haben eine „Verschnaufpause“. Darum spricht der Fastenarzt von einer Ruhigstellung des Intermediärstoffwechsels.
Die Nutznießer sind zunächst der Bauch mit Magen, Darm, Leber, Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse. Das Gewebe regeneriert sich - seine Qualität wird verbessert und verjüngt. Die zweite Bedeutung des totalen Fastens liegt in der Schonung aller Organe unseres Körpers: Schäden können ausheilen, Reparaturen werden ausgeführt - der Stoffwechsel ist seiner Eigensteuerung überlassen. Beim Regenerierungsprozess werden körperfremde Stoffe ausgeschieden:
- Rückstände von Medikamenten
- Resistente Giftstoffe, die vom Rauchen im Körper verbleiben
- Nicht umsetzbare Zusatzstoffe, wie Konservierungsmittel oder Farbstoffe
Wir muten unserem Körper eine Menge zu, wenn er diese Schlacken hinausbefördern soll. Der Prozess bedeutet für ihn „Schwerstarbeit“ - aber wir geben unserem Körper, durch das Heilfasten die Gelegenheit, den notwendigen Erneuerungsprozess stattfinden zu lassen. Dieser Vorgang ist für unser weiteres Leben von einschneidender Bedeutung. Nicht umsonst sagt der Freiburger Fastenarzt Dr. Riedlin dazu: “Die Natur operiert viel feiner als der beste Professor – sie schont das Gesunde und schafft nur das Kranke hinweg!“