Schlaflabor
Guter Schlaf ist aktive Gesundheitsförderung
Der Schlaf ist eine sehr individuelle Angelegenheit: Dem einen genügen sieben Stunden Schlaf, der andere ist unausstehlich, wenn er nicht seine elf Stunden Schlaf bekommen hat. In jedem Fall ist der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen "beschäftigt". Jedoch sind Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen weiter verbreitet, als gemeinhin bekannt: Jeder vierte Bundesbürger klagt über schlechten Schlaf. Betroffene in der Region haben nun eine weitere Gelegenheit, Schlafprobleme und die damit einhergehenden Symptome medizinisch untersuchen zu lassen: Im Hadamarer Gesundheitszentrum St. Anna ist ein Schlaflabor etabliert, das von dem in Limburg niedergelassenen Lungenfacharzt und Schlafmediziner Horst A. Fleck betreut wird.
Das Schlaflabor im Gesundheitszentrum St. Anna besteht aus einer Drei-Bettanlage, die im Laufe des Jahres auf eine Vier-Bettanlage erweitert wird. Tagsüber besteht, neben einem ambulanten Dienst und technischem Support, die Möglichkeit Sprechstunden bei Spezialisten wahrzunehmen. Das Angebot des Schlaflabors umfasst z.B. Polysomnographie, Polygraphie, Schlaftraining, Heimbeatmungseinleitung, die Versorgung mit Therapiesystemen sowie eine umfassende Nachsorge. Das Schlaflabor erfüllt die hohen Qualitätsstandards der AfAS (Arbeitsgemeinschaft für angewandte Schlafmedizin) und DGSM (Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin) und ist mit modernsten medizinischen Geräten ausgestattet.
Die Symptome eines gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus können viele Ursachen haben, für die die Betroffenen zunächst keine Erklärung haben. Permanente Müdigkeit, Antriebschwäche, Konzentrationsprobleme, Lethargie, Krankheitsanfälligkeit oder Gereiztheit sind nur einige Auswirkungen gestörten Schlafs. Seine Ausdrucksformen reichen vom übermäßigen Schnarchen, unruhigem Schlaf, Schlaf-Apnoe (längere Atempausen im Schlaf) bis hin zu massiver Schlaflosigkeit. Oftmals werden diese Symptome von extremer Tagesmüdigkeit und auch Schlafmittel- oder Drogenabhängigkeit begleitet. Sowohl organische, psychische als auch neurologische Erkrankungen können die Ursache sein.
Das technische Prozedere einer Polysomnographie sieht auf den ersten Blick alles andere als angenehm aus: Die Patienten werden für die Nacht am ganzen Körper "verkabeltâ€. Aber die hautverträglichen Elektroden und Sensoren werden schon nach kurzer Zeit nicht mehr bewusst wahrgenommen, vergleichbar mit dem Tragen von Schmuck oder einer Armbanduhr. Auch die die Bewegungsfreiheit wird nicht eingeschränkt, so dass nach einer kurzen Phase der Gewöhnung, auch an die Beobachtungssituation, keinerlei Beeinträchtigungen mehr empfunden werden. Im Schnitt sprechen die Patienten schon in der zweiten Nacht von einer typischen Schlafsituation.
Ein Blick in die Geschichte der Schlafforschung
In der altgriechischen Mythologie ist der Schlaf dem Tod artverwandt, was sich nicht zuletzt dadurch zeigt, dass der Gott des Schlafes, (Hypnos) der Bruder des Totengottes Thanatos ist. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es die allgemein verbreitete Ansicht, dass der Schlaf ein rein passiver Vorgang sei, währenddem das Gehirn "abgeschaltet" ist. Durch die Erfindung des EEGs (Aufzeichnungen der Hirnstromkurven) durch den deutschen Arzt Berger im Jahr 1929, konnte man schließlich nachweisen, dass das Gehirn auch im Schlaf aktiv war. Eine weitere Entdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte die Bedeutung des Schlafes deutlich: Die Traumdeutungen Sigmund Freuds untermauerten, dass es sich beim Schlaf nicht um eine rein passive "Auszeit" handelte, sondern viel mehr um einen wichtigen und produktiven Zustand. Unabhängig davon, wie man zu den inhaltlichen Thesen Freuds steht, wurde, unterstützt auch durch die Möglichkeit der EEG-Ableitung, die immense Bedeutung des Schlafes für die menschliche Gesundheit deutlich. Die moderne Schlafforschung entstand.
Anmeldungen und Terminvereinbarungen:
Praxis : 06431 - 3303
Fax : 06431 - 27127
E- Mail: Schlaflabor@H-Fleck.de